Ex-Jugoslawien

Nachdem wir nach unserem ersten Abenteuer ein Jahr später 2018 leider pausieren mussten, war nicht nur klar, dass ich wieder zum Straßenfahren beginne, sondern dass 2019 auch wieder eine Tour gefahren wird. Nach anfänglichen Überlegungen wieder in die USA zu fliegen, entschlossen wir uns jedoch für eine Tour in Europa. Zum Einen waren wir sicher dass wir das Erlebnis von 2017 nicht mehr toppen können und deshalb wahrscheinlich die Erwartungen auch zu groß gewesen wären, zum Anderen muss man sagen, dass die umliegenden Länder um Österreich trotzdem auch gehöriges Entdeckungspotential haben. So haben es mir die Brücke von Mostar und Dubrovnik schon immer angetan…
Tag 1 -- zu Hause -> Bohinj

Die erste Tour brachte uns in eine sehr schöne slowenische Ferienregion in einen Ort namens Bohinj, wo wir einen Bekannten von meinem Vater besuchten, der uns mit einer sensationellen Grillerei empfing.
Tag 2 -- Bohinj -> Sibenik

Von den Bergen kommend fanden wir uns in Rijeka auf der kroatischen Küstenstraße ein. Danach ging es weiter Richtung Süden, die kroatische Küstenstraße ist ein Gedicht, unzählige flüssige Kurven und immer entlang am Wasser, bis wir Sibenik erreicht haben. Das Zentrum von Sibenik ist sensationell, enge Gassen und alles in Stein gebaut, meines Erachtens eine der schönsten Städte an der kroatischen Küste.
Tag 3 -- Sibenik -> Dubrovnik

Von Sibenik gings dann vorerst mal ins Landesinnere um die Brücke von Mostar zu besichtigen, bevor es wieder rausging aufs Meer bis nach Dubrovnik. Die Besichtigung der Altstadt haben wir uns an diesem Abend aufgrund von Menschenmassen gespart und gegen ein ordentliches Fischessen im Westhafen getauscht. Am nächsten Tag in der Früh waren wir dann alleine in der Altstadt.
Tag 4 -- Dubrovnik -> Mojkovac

Von Dubrovnik gings dann weiter in das von uns sehr unterschätzte Montenegro. Nicht nur die Küstenstädte Kotor und Budva, sondern auch das Landesinnere ist sehr schön und die Asphaltqualität erstaunlich gut!
Tag 5 -- Mojkovac -> Zabljak

Übernachtet haben wir in Mojkovac am Rande des Biogradska Gora NP, wo wir von einem sensationellen Frühstück gestärkt die Reise nach Zabljak im Durmitor NP antraten. Am Weg dorthin machten wir einen kleinen Ausritt nach Serbien zum Uvac NP und dann wieder retour und über die Tara Bridge.
Tag 6 -- Zabljak -> Sarajevo

Nachdem uns die Tara Bridge so gefallen hat, sind wir am nächsten Morgen nochmals runter gefahren, bevor es dann weiter ging Richtung Sarajevo. Unweit von Zabljak fanden wir zum Glück die richtige Abzweigung Richtung Durmitor Scenic Road – eine einspurige Bergstrasse die kilometerweit über Almen führt und offensichtlich von keinem Menschen befahren wird! Das war einfach nur sensationell und sicher bis dahin ein richtiger Geheimtipp (wer weiß wie viele Leute mittlerweile dort fahren?!). Sarajevo ist eine sehr schöne und pulsierende Stadt, dort hätte man sicher noch ein bisschen Zeit verbringen können, aber wir waren zeitlich etwas limitiert und trotzdem auch des Motorradfahren wegens unterwegs.
Tag 7 -- Sarajevo -> Slunj

Durch Bosnien fuhren wir Richtung Plitvice Seen und auf dem Weg dorthin aßen wir die größte Grillplatte von da bis Sarajevo. Die Plitvice Seen haben wir nur minimal abgewandert, dort könnte man jedenfalls auch mehr Zeit verbringen, bevor wir dann Richtung Tagesziel Slunj aufbrachen. Slunj ist ein sehr schöner Ort und wurde gefühlt auf einen Bach drauf gebaut. Das Ambiente beim Abendessen war jedenfalls sensationell und ja wir hatten bis dahin schon wieder Hunger, auch wenn die Wahl diesmal auf Fisch fiel (gut gegrillt Pedro!).
Tag 8 -- Slunj -> Kitzeck im Sausal

Die vorletzte Etappe war leider nicht mehr allzu spektakulär, wenngleich ich einen neuen Pass kennenlernen durfte – weshalb kannte ich den Soboth bislang noch nicht? Vom Gefühl her trifft sich dort die ortsansässige Motorradriege und die fahten den Pass x-mal auf und ab, so hatte ich zumindest das Gefühl und würde ich sogar verstehen. Endstation Kitzeck im Sausal, wo wir nach 1 Woche hervorragender Balkankost wieder mal eine österreichische Jause mit Weinbegleitung zu uns nahmen.
Nachdem man die Straßen in unserer Umgebung eh kennt und öfters fährt, war der nächste Tag eigentlich nur mehr Richtung heimwärts.
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